Hochwasser: Online-Plattform für Spenden

Stadt Lüdenscheid lobt Caritas für "sehr gute Lösung"

Kleiderspende
Symbolfoto: Maude Frederique Lavoie/Unsplash.com

Nach der Hochwasser-Katastrophe ist die Hilfs- und Spendenbereitschaft im Märkischen Kreis und in Lüdenscheid weiterhin riesengroß. Jetzt hat der Caritasverband Altena-Lüdenscheid eine Online-Plattform freigeschaltet, über die Sachspenden sowohl angeboten als auch konkret gesucht werden können. Die Stadt Lüdenscheid spricht von einer "sehr guten und einfach zu bedienenden Lösung".

Die Homepage, die hier zu finden ist, sieht aus wie ein Stundenplan. Neun Kategorien gibt es, unter anderem "Elektrogeräte", "Möbel" und "Spielsachen". Darunter befinden sich einzelne Kästchen, in denen entweder Spendenangebote oder -gesuche aufgeführt sind sowie die Kontaktdaten des jeweiligen Verfassers. Besucher der Website können sich über Schieberegler und per Scrolling durch das Angebot navigieren.

Wer ein Spendenangebot einstellen oder einen Suchaufruf starten möchte, sucht sich die jeweilige Kategorie aus, klickt auf das Pluszeichen darunter und gibt eine kurze Beschreibung ein. Als Orientierungshilfe hat die Caritas ein paar Hinweise für die Bedienung der Homepage zusammengestellt, die sich am linken Bildschirmrand befinden.

Homepage bringt Spender und Suchenende direkt zusammen

"Diese Plattform bringt Spender und Menschen, die durch das Hochwasser Hab und Gut verloren haben und jetzt auf Hilfe angewiesen sind, direkt und ohne Umwege zusammen. Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Caritas für die tolle Idee und die schnelle Umsetzung", sagt Lüdenscheids Bürgermeister Sebastian Wagemeyer. Die Homepage sei auf jeden Fall die "effektivste Art, um die Spenden dort ankommen zu lassen, wo sie gebraucht werden".

Bei der Stadt Lüdenscheid gingen binnen sechs Tagen mehr als 280 E-Mails ein. Die Verfasser boten den vom Hochwasser Betroffenen darin Unterstützung beim Aufräumen, die Bereitstellung von Arbeitsgeräten und Fahrzeugen sowie Notunterkünften und Wohnungen an. Das ließ sich laut Wagemeyer auch schnell vermitteln. Der Löwenanteil der E-Mails allerdings umfasste ein "immenses" Angebot an Sachspenden.

Wagemeyer bedankt sich für "enorme Hilfs- und Spendenbereitschaft"

"Das hat uns natürlich sehr gefreut", sagt Wagemeyer. Der konkrete Bedarf an Sachspenden allerdings sei nicht einmal annähernd zu ermitteln gewesen. Vom Hochwasser betroffene Personen hätten sich erst nach und nach bei der Stadt gemeldet. Das habe die Koordinierung der Spendenhilfe zu einer schwierigen Angelegenheit gemacht. Ein Problem, vor dem alle Kommunen im Märkischen Kreis gestanden hätten, so Wagemeyer. "Deswegen sind wir froh, dass es mit der jetzt geschaffenen Plattform eine Möglichkeit zur direkten und zielgerichteten Vermittlung auch über Stadt- und Gemeindegrenzen hinaus gibt", erklärt der Bürgermeister.

Wagemeyer bedankt sich bei allen Bürgerinnen und Bürgern für die "enorme Hilfs- und Spendenbereitschaft" sowie die "große Solidarität". Der gelebte Zusammenhalt "darf uns allen Mut amchen, dass wir diese schwierige und sicherlich auch langfristige Herausforderung gemeinsam bewältigen können und werden".

Lüdenscheid, 22.07.2021