Notfallübung gibt Aufschluss über Nutzung der Fluchtwege

Die Feuerwehr kontrollierte die Lage im und vor dem Rathaus.
Die Feuerwehr kontrollierte die Lage im und vor dem Rathaus. Foto: Sven Prillwitz

Das Rathaus der Stadt Lüdenscheid ist am Dienstagnachmittag, 31. August, evakuiert worden. Die gute Nachricht: Es handelte sich lediglich um einen Probealarm. Mit der unangekündigten Notfallübung wurde überprüft, wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung sich im Brandfall verhalten.

Kurz nach 14 Uhr ging die Brandmeldeanlage los. Mit einer Nebelmaschine wurde in einem Flurbereich in der 1. Etage des Rathauses sowie im angrenzenden Treppenhaus eine zunehmende Verrauchung simuliert. "Wir wollten der Übung einen möglichst realistischen Charakter verleihen", erklärte Maren Göttgens, Leiterin der Stabstelle Brandschutz und Gebäudesicherheit, im Nachgang. Die Kreisleitstelle der Feuerwehr und die Polizei waren vorab über den Probealarm informiert worden.   

Mit den Mitarbeitern des Vorbeugenden Brandschutzes der Feuerwehr Lüdenscheid sowie des Bezirksdienstes der Polizei beobachtete Göttgens den Verlauf der Übung im Rathaus. Im Fokus stand das Verhalten der Beschäftigten und die Frage, ob sie das Gebäude unmittelbar, geordnet und über die vorgegebenen Fluchtwege verlassen. Göttgens erstes Fazit: "Die Entfluchtung hat unterm Strich gut funktioniert." Zu diesem Ergebnis kamen auch Polizei und Feuerwehr bei der Nachbesprechung, die sich an die Übung anschloss.

Eine Nebelmaschine simulierte eine Verrauchung in einem Flur und im Treppenhaus der ersten Etage.
Eine Nebelmaschine simulierte eine Verrauchung in einem Flur und im Treppenhaus der ersten Etage. Foto: Sven Prillwitz

Göttgens lobte darüber hinaus die Arbeit der im Rathaus als Brandschutzhelfer ausgebildeten Mitarbeitern, die - zu erkennen an gelben Rettungswesten - die Evakuierung koordiniert hatten. Wie für den Notfall vorgeschrieben, versammelte sich das Personal rund um die Wasserschale auf dem Rathausplatz. Dort kontrollierten die Fachdienstleiter, ob alle Kolleginnen und Kollegen aus ihrer Abteilung das Gebäude verlassen hatten. Nach knapp 20 Minuten gab die Feuerwehr das Rathaus wieder frei.