ZAK-Messe mit ausgeklügeltem Corona-Konzept

44 Ausbildungsbetriebe präsentieren sich im Kulturhaus

Freuen sich, dass die ZAK-Messe im Kulturhaus stattfindet: die Organisatoren (von links) Dirk Aengeneyndt, Pia Müller und Franziska Rademacher sowie Lüdenscheis Bürgermeister Sebastian Wagemeyer. Foto: Sven Prillwitz
Freuen sich, dass die ZAK-Messe im Kulturhaus stattfindet: die Organisatoren (von links) Dirk Aengeneyndt, Pia Müller und Franziska Rademacher sowie Lüdenscheis Bürgermeister Sebastian Wagemeyer. Foto: Sven Prillwitz

Im zweiten Anlauf klappt es mit der zehnten Auflage: Nach der pandemiebedingten Pause im Vorjahr findet die ZAK-Ausbildungsmesse am 16. und 17. September wieder im Kulturhaus statt. Insgesamt 44 Unternehmen aus Lüdenscheid und dem Märkischen Kreis stellen sich an diesen zwei Tagen als Ausbildungsbetriebe vor - und müssen sich ebenso wie die Besucher auf einige organisatorische Änderungen einstellen.

Die wichtigste Neuerung: das Rotationsprinzip. Die Stände der Aussteller verteilen sich auf drei Bereiche, die strikt voneinander getrennt sind. Pro Stunde werden maximal 100 Schüler ins Kulturhaus gelassen - jeweils verteilt auf drei Gruppen. Jede dieser Gruppen hat pro Bereich 20 Minuten Zeit, um an den Ständen mit den Ausbildungsbetrieben ins Gespräch zu kommen. Nach einer Stunde wird dann 15 Minuten lang durchgelüftet, ehe die nächsten Schülerinnen und Schüler an der Reihe sind. Drei separate Eingänge und eine klare Wegführung sollen dafür sorgen, dass "Begegnungsverkehr" und dichtes Gedränge ausbleiben.

Der organisatorische Aufwand sei extrem hoch und der Zeitplan eng getaktet, sagen Dirk Aengeneyndt und Pia Müller von der städtischen Wirtschaftsförderung. Aber: Immerhin gehe es darum, das Infektionsrisiko für alle Beteiligten so gering wie möglich zu halten. Immerhin hätten die Lüdenscheider Haupt-, Real- und Förderschulen sowie das Berufskolleg knapp 1000 Neuntklässler für den Besuch der Messe angemeldet. "Wir haben ein sehr gutes Hygiene-Konzept", sind Aengeneyndt und Müller überzeugt. Dazu gehört neben der generellen Maskenpflicht auch, dass in diesem Jahr keine Snacks und Getränke angeboten werden.

Pia Müller: Jugendliche sollten sich gezielt auf Messe vorbereiten

Mit Blick auf den engen Zeitplan betonen die Organisatoren, dass sich die Jugendlichen gezielt auf die Messe vorbereiten sollten. "Im Vorfeld sollte sich jeder genau überlegen, welcher Beruf interessant ist und welche Fragen den Ausbildern gestellt werden sollen", sagt Pia Müller. Eine große Hilfe dabei sei der ZAK-Ausbildungskatalog, der bereits an allen Schulen verteilt wurde. Darin sind alle Ausbildungsberufe, Ansprechpartner und Kontaktdaten heimischer Unternehmen sowie diverse Infos rund um das Thema Ausbildung aufgeführt.

In dem Katalog finden sich alle Firmen wieder, die sich gerne bei der Messe präsentiert hätten: mehr als 90 an der Zahl. Die Sicherheitsvorkehrungen zwangen die Organisatoren allerdings dazu, das Teilnehmerfeld im Vergleich zu den Vorjahren um mehr als die Hälfte zu kürzen - und überwiegend Ausbildungsbetrieben mit Sitz in Lüdenscheid den Vorrang zu geben. Das große Interesse der Unternehmen an der Veranstaltung, aber auch viele Gespräche und nicht zuletzt die rückläufigen Zahlen bei Ausbildungsstellen und Bewerbern hätten gezeigt, "wie wichtig die ZAK-Messe für die gesamte Region" sei, sagt Bürgermeister Sebastian Wagemeyer. Die Veranstaltung sei ein wichtiges Instrument im Werben um die Fachkräfte von morgen.

Messe nachmittags nach 3G-Prinzip für Besucher geöffnet

Am Donnerstag (15.30 bis 17 Uhr) und Freitag (14 bis 15 Uhr) ist die Messe zudem für weitere Interessierte geöffnet. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Besucher müssen nachweisen, dass sie vollständig geimpft oder genesen sind. Alternativ müssen sie ein negatives Corona-Testergebnis vorlegen, das von einem testzentrum ausgestellt wurde und nicht älter als 48 Stunden sein darf. Schüler gelten als getestet, müssen ab 15 Jahren aber einen Schülerausweis vorlegen. Und: Wegen der Sicherheitsmaßnahmen kann es zu Wartezeiten kommen.

"Die Routine-Messe der Vorjahre wird es also nicht geben. Es wird sich neu anfühlen", kündigt Dirk Aengeneyndt an. Er klingt dabei aber ebenso zuversichtlich wie seine Kollegin Pia Müller"Es wird anders als sonst", sagt Organisatorin Pia Müller, "aber es wird gut."

Weitere Informationen rund um die ZAK-Ausbildungsmesse sind auf der Website der Stadt Lüdenscheid zu finden. Hier steht unter anderem auch der Katalog zum Download bereit.