Galerie lädt zu öffentlicher Sonntagsführung ein

Rundgang durch Sonderausstellung "wieghardt revisited!"

Ein Gemälde des Künstlers Paul Wieghardt
Paul Wieghardt, o.T. (Nelli mit blauem Schal), o.J., Öl auf Leinwand, Privatbesitz. Foto: Rolf J. Rutzen

Die Galerie der Stadt Lüdenscheid lädt für Sonntag, 3. Oktober, um 15 Uhr zu einer öffentlichen Führung durch die Ausstellung "wieghardt revisited!" ein. In einem begleiteten Rundgang wird Dr. Carolin Krüger-Bahr sowohl die Sonderausstellung vorstellen als auch mit den Besuchern einen Blick in die neu gestalteten Räume der Dauerausstellung der Städtischen Galerie werfen. Der Eintritt zur Ausstellung beträgt 5 Euro (ermäßigt 2,50 Euro) pro Person - der Beitrag für die Führung zusätzlich 1 Euro.

Die Galerie hat kürzlich das Werkverzeichnis der Gemälde des Künstlers Paul Wieghhardt herausgegeben. In der umfangreichen Publikation sind zahlreiche Ölgemälde, die in monatelanger Recherche neu- oder wiederentdeckt wurden, zusammengestellt - viele davon großformatig abgebildet. Einige neuentdeckte, bis dahin in Privatbesitz befindliche Arbeiten sind in der aktuellen Ausstellung zum ersten Mal öffentlich zu sehen. Gezeigt werden sie zusammen mit Werken aus dem umfangreichen Wieghardt-Bestand der Galerie. Seit der Ausstellung "Paul Wieghardt - Coming and Going" im Jahr 2019 konnte der Bestand durch weitere Schenkungen aus Privatbesitz noch vergrößert werden.

Das soeben erschienene "Werkverzeichnis der Gemälde" ist in den Museen der Stadt zum Preis von 49,95 Euro erhältlich. Bis zum Ende der Sonderausstellung am 7. November sind beide Wieghardt-Publikationen (Coming and Going / Werkverzeichnis) zum Sonderpreis von zusammen 59,95 Euro erhältlich.

Die nächste öffentliche Sonntagsführung findet am 24. Oktober statt.

Zum Leben Wieghardts

Der 1897 in Lüdenscheid geborene Paul Wieghardt erlebte während seines Studiums an der Dresdner Akademie die sozialen und kulturellen Umbrüche der späten 1920er Jahre. Die Moderne der Bildenden Kunst zu Beginn des 20. Jahrhunderts fand ihren wichtigsten Motor allerdings im Umfeld der Kulturmetropole Paris. Und genau zu diesen innovativen Kreisen gesellte sich Wieghardt, als er im Jahre 1931, zusammen mit seiner späteren Frau Nelli Bär, nach Paris übersiedelte. Die wachsende politische Gefahr zwang das Künstlerpaar schließlich 1940 zur Flucht in die USA, wo Wieghardt in Chicago erfolgreich tätig war.

Diese biografischen Umbrüche und die damit verbundenen Ortswechsel waren gleichzeitig Aufgabe und Neuanfang, Inspiration und Weiterentwicklung eines künstlerischen Werkes von den 1920er bis zum Ende der 1960er Jahre in Europa und Amerika.

Lüdenscheid, 29. September 2021