Maskenpflicht im Freien entfällt / Erleichterungen für Gastronomie

Auf einem Blatt Papier steht das Wort "Lockerungen", darunter sind einige Smiley abgebildet. Zwei OP-Masken liegen auf bzw. neben dem Blatt Papier.
Die Corona-Pandemie ist noch nicht überstanden. Wegen der verhältnismäßig niedrigen Inzidenz und der Fortschritte beim Impfen lockert das Land NRW die Vorschriften allerdings. Foto: Sven Prillwitz

Das Land Nordrhein-Westfalen lockert die Corona-Regeln erneut: Ab Freitag, 1. Oktober, entfallen unter anderem die Maskenpflicht im Freien und die Abstandsregeln für Tische in der Innengastronomie. Das geht aus der neuen Corona-Schutzverordnung hervor, die bis einschließlich 29. Oktober gilt.

"Die aktuellen Infektionszahlen und der Fortschritt bei den Impfungen ermöglichen uns weitere Schritte in Richtung Normalität", begründet NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann in einer Pressemitteilung die neuerlichen Lockerungen. Gleichzeitig betont er, dass die Corona-Pandemie nach wie vor anhalte. Deswegen müssten die Bürgerinnen und Bürger "mit den wiedergewonnenen Freiheiten nach wie vor verantwortungsvoll umgehen".

Dazu gehörten die Einhaltung der sogenannten AHA+L-Formel (Abstand, Hygiene, Maske und regelmäßiges Lüften) sowie der 3G-Regelung. Außerdem hofft Laumann, dass die Zahl der Geimpften weiter steigt. Aktuell seien mehr als 67 Prozent der Menschen in NRW ab zwölf Jahren vollständig geimpft. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 55,9 (Stand: 30. September).

Die wichtigsten Lockerungen, die ab 1. Oktober gelten:

  • Die Maskenpflicht im Freien entfällt generell. Das gilt beispielsweise für das Anstellen in Warteschlangen, aber auch bei Sport- und Kulturveranstaltungen unter freiem Himmel. Die Landesregierung empfiehlt das Tragen einer Maske aber immer dann, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann.
  • Lockerungen für Gastronomie-Betriebe: Die Vorschrift, in Innenräumen für Trennwände oder Mindestabstände zwischen den Tischen zu sorgen, entfällt für Kneipen, Restaurants und Co. Auch hierfür spricht das Land NRW allerdings eine Empfehlung aus. Allerdings bleibt es dabei, dass Gäste beim Verlassen ihres festen Steh- oder Sitzplatzes eine medizinische Maske tragen müssen.
  • Ein Antigen-Schnelltest kann einen PCR-Test ersetzen. Letzteren mussten Menschen, die nicht vollständig geimpft oder genesen sind, bislang beim Besuch von Clubs, Discos und Tanzveranstaltungen vorweisen. Der Schnelltest darf nicht älter als sechs Stunden sein und sollte von einer offiziellen Teststelle bescheinigt worden sein.
  • Bei Großveranstaltungen entfällt die Obergrenze von 25.000 Besuchern. Für Events in Innenräumen bedeutet das: Ist die Marke von 5000 Besuchern erreicht, dürfen noch 50 Prozent der übrigen Kapazität ausgelastet werden. Beispiel: Bietet eine Halle Platz für 10.000 Zuschauer, sind maximal 7500 Besucher erlaubt. Bei Veranstaltungen unter freiem Himmel dürfen bei mehr als 5000 Besuchern auch sämtliche Sitzplätze belegt werden. Allerdings gilt grundsätzlich die Pflicht zum Tragen einer Maske, sobald jemand seinen festen Steh- oder Sitzplatz verlässt.

Hier findet sich die aktualisierte Corona-Schutzverordnung für NRW.

Lüdenscheid, 30. September 2021