Barrierefreies Pflaster und Baumverpflanzungen

Altstadt-Umgestaltung in nächster Phase

Zwei Männer arbeiten am neuen Pflaster an der Ringmauerstraße
Im vorderen Bereich der Ringmauerstraße ist bereits das aufbereitete Pflaster verlegt. Foto: Merle Stickdorn

Nachdem die Tiefbauarbeiten in der unteren Wilhelmstraße im September abgeschlossen wurden, stehen nun die Altstadtgassen im Fokus der Umgestaltung der Altstadt. Aktuell laufen die Arbeiten am Kopfsteinpflaster in den nördlichen Gassen - mit dem Ziel, einen barrierefreien Zugang zur Altstadt zu schaffen. Als Vorbereitung auf die geplante Aufwertung des "Alten Markts" und dem Zugang zur Fußgängerzone aus Richtung Loher Straße müssen außerdem zwei Bäume ins Loher Wäldchen umgesiedelt werden. Eine Linde wurde bereits umgepflanzt, eine Baumhasel soll in der KW 44 folgen.

Auf der Mensch-Altstadt-Website steht die Baustellenmappe "Informationen zur Umgestaltung der Altstadt" zum Download bereit. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich hier einen Überblick über die geplanten Umbauschritte verschaffen.

Pflasterarbeiten in Altstadtgassen

In den nordwestlichen Altstadtgassen laufen aktuell die Arbeiten am Kopfsteinpflaster (Bauabschnitt 1): Ziel ist es, einen 1,5 Meter breiten Streifen zu schaffen, der einen barrierefreien Zugang zur Altstadt ermöglicht. Die Arbeiten haben am Montag, 25. Oktober, an der Ringmauerstraße begonnen. Fußgänger können seitlich an der Baustelle vorbeigehen.

Das Pflaster wird Stück für Stück entnommen, bearbeitet und schließlich durch die abgesägten Steine ersetzt. Auf diese Weise entsteht eine glatte Oberfläche ohne Unebenheiten und Stolperkanten, sodass auch Menschen mit Rollstühlen, Rollatoren und Kinderwagen die Gassen problemlos befahren können. Die alten Steine können zu einem großen Teil wiederverwendet werden. Neues Material wird nur als Ersatz notwendig, wenn Steine bei der Bearbeitung brechen. In dem Fall werden die neuen Steine mit dem Altbestand gemischt.

Dieses Vorgehen ist innerhalb dieses Bauabschnittes auch für die Marienstraße, die Alte Rathausstraße, die Luisenstraße 1-3, die Herzogstraße sowie die Leopoldgasse vorgesehen. Zuvor wurde bereits das Pflaster am Kirchplatz entsprechend aufbereitet, um eine bessere Zuwegung zum Gemeindehaus und den angrenzenden Häusern zu ermöglichen. Weitere Altstadtgassen folgen in späteren Bauschnitten.

 

Ein Bagger und andere Baugeräte legen einen Baum frei
Bevor der Baum ausgehoben werden kann, müssen zunächst der Betonring um das Hochbeet und Teile des Pflasters weichen. Foto: Merle Stickdorn

Alter Markt und Baumverpflanzungen

Im Rahmen der Umgestaltung der Lüdenscheider Altstadt werden außerdem der "Alte Markt" vor dem Kaffee Fabriksken sowie der Zugang zur Altstadt aus Richtung Loher Straße erneuert (Bauabschnitt 7). Unter anderem wird hier statt des aktuellen roten Klinkerpflasters ein neuer rutschfester Pflasterboden verlegt. Die historischen Eingänge zur Altstadt sollen durch eine graue Pflasterung farblich hervorgehoben werden.

Als Vorbereitung darauf hat die beauftragte Firma die Linde, die im Hochbeet vor dem Kaffee Fabriksken stand, bereits in der vergangenen Woche ausgehoben und am Montag, 25. Oktober, ins Loher Wäldchen verpflanzt. Der zweite Baum an der Ecke Wilhelmstraße/Loher Straße soll im Laufe der KW 44 folgen. Dazu wurden bereits am Montag, 25. Oktober, der Betonring, der das Hochbeet mit dem Baum umschloss, sowie teilweise das Pflaster im Umkreis entfernt.

Die Pläne des beauftragen Landschaftsarchitekten Franz Reschke sehen eine offenere Gestaltung der Altstadt vor. Der Beginn der Fußgängerzone aus Richtung Hochstraße soll durch den freien Blick auf die Einkaufsstraße einladender wirken. Der "Alte Markt" soll zu einem neuen Aufenthaltsraum werden, der den Charakter eines offenen Platzes bekommt. Durch die geplante Begradigung der Fläche und den gewonnenen Raum kann der Platz in Zukunft außerdem besser genutzt werden - beispielsweise für Events oder die Außengastronomie.

Lüdenscheid, 26.10.2021