A45: Staatssekretär Luksic zu Gast in Lüdenscheid

Diskussion im Rathaus
Foto: Schulte-Zaktonik

Bundesverkehrsminister Volker Wissing hat am Montag, 7. Februar, verlauten lassen, dass eine Sprengung der Talbrücke Rahmede möglich sei. Eine Neuigkeit, die tags zuvor noch nicht bekannt war. Da hatte sich Oliver Luksic (FDP), Staatssekretär im Bundesministerium für Digitales und Verkehr, gemeinsam mit dem Chef der Autobahn GmbH Stephan Krenz vor Ort ein Bild von der gesperrten Autobahnbrücke zwischen den Anschlussstellen Lüdenscheid und Lüdenscheid-Nord auf der A45 gemacht. Dann trafen sich die beiden im Lüdenscheider Rathaus mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Verbänden zu einem informellen Austausch.

Das Ergebnis: Sowohl im Ministerium als auch bei der Autobahn GmbH steht der Neubau der Rahmedetalbrücke ganz oben auf der Agenda. Man arbeite an der Optimierung der Prozesse, um so schnell wie möglich, aber rechtssicher, den Neubau der Brücke zu erreichen. Ein regionaler Konsens sei dabei hilfreich, denn wenn es Klagen gegen das Vorhaben gebe, bestehe die Gefahr, dass der Neubau zeitlich verzögert werde. Mit Blick auf die Hilfen für die lärmgeplagten Anwohner würden gerade die gesetzlichen Voraussetzungen für Hilfen durch den Bund geschaffen, so Staatssekretär Luksic.

 

"Wir sind eine Industrieregion im Strukturwandel"

Bürgermeister Sebastian Wagemeyer und sein Referent Frank Kuschmirtz begrüßten neben Oliver Luksic (Staatssekretär im Bundeministerium für Digitales und Verkehr) und dem Chef der Autobahn GmbH, Stephan Krenz, Dr. Ralf Geruschkat (Hauptge-schäftsführer der südwestfälischen Industrie- und Handelskam-mer), die Landtagsabgeordnete Angela Freimuth (FDP), Axel Hoffmann (Vorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion), Bernd Schild-knecht (Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes im Märkischen Kreis) und Jens Holzrichter (FDP-Fraktionsvorsitzender im Lüdenscheider Stadtrat). Fotos: Schulte-Zaktonik
Bürgermeister Sebastian Wagemeyer und sein Referent Frank Kuschmirtz begrüßten neben Oliver Luksic (Staatssekretär im Bundeministerium für Digitales und Verkehr) und dem Chef der Autobahn GmbH, Stephan Krenz, Dr. Ralf Geruschkat (Hauptge-schäftsführer der südwestfälischen Industrie- und Handelskam-mer), die Landtagsabgeordnete Angela Freimuth (FDP), Axel Hoffmann (Vorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion), Bernd Schild-knecht (Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes im Märkischen Kreis) und Jens Holzrichter (FDP-Fraktionsvorsitzender im Lüdenscheider Stadtrat).rnFotos: Schulte-Zaktonikrn

Bürgermeister Sebastian Wagemeyer und sein Referent Frank Kuschmirtz begrüßten neben Luksic und Krenz, Dr. Ralf Geruschkat (Hauptgeschäftsführer der südwestfälischen Industrie- und Handelskammer), die Landtagsabgeordnete Angela Freimuth (FDP), Axel Hoffmann (Vorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion), Bernd Schildknecht (Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes im Märkischen Kreis) und Jens Holzrichter (FDP-Fraktionsvorsitzender im Lüdenscheider Stadtrat). Der FDP-Bundestagsabgeordnete Johannes Vogel hatte den Vor-Ort-Besuch von Staatssekretär Luksic mit initiiert, konnte aber selbst nicht teilnehmen.

Wagemeyer wies in dem Gespräch im Rathaus einmal mehr darauf hin, wie stark die Stadt und die gesamte Region von der Sperrung der A45 und der damit verbundenen Umleitung mitten durch Lüdenscheid betroffen sind. "Wir sind eine Industrieregion im Strukturwandel", betonte er. Umso mehr müsse man in der aktuellen Situation in die Zukunft investieren, aber auch für Kompensationen und Entschädigungen sorgen - sowohl für die belastete Infrastruktur als auch für betroffene Anlieger und Unternehmen. Dem schloss sich Dr. Ralf Geruschkat an. Der SIHK-Hauptgeschäftsführer verdeutlichte, wie stark die Wirtschaftsregion Südwestfalen - verantwortlich für ein Viertel der industriellen Wertschöpfung in Nordrhein-Westfalen - unter der Sperrung leide. Er regte einen Strukturförderrahmen für die Wirtschaft an. Denn diese sei nicht nur durch die Pandemie und die Starkregenereignisse des vergangenen Sommers, sondern auch durch die technologische Transformation und den Fachkräftemangel bereits stark herausgefordert. Geruschkat unterstrich die Notwendigkeit, alle Informationen und Prozesse rund um die Sperrung und den Brückenneubau durch eine Stelle vor Ort zu bündeln. Auch der DGB-Vorsitzende Schildknecht schloss sich dem an.

Landtagsabgeordnete Angela Freimuth machte deutlich, dass an der Rahmedetalbrücke die Ziele der Bundesregierung zur beschleunigten Erneuerung der Infrastruktur an den Fernstraßen und ihren Brückenbauwerken, die auch in NRW unterstützt werden, angewendet werden könnten. In der Region gebe es einen sehr großen Konsens vieler Beteiligter, diese Beschleunigung zu ermöglichen. Gemeinsam mit Jens Holzrichter wies sie darauf hin, wie wichtig es sei, die Stadt Lüdenscheid und die Wirtschaftsförderung des Märkischen Kreises in die Gespräche mit Anliegern im Bereich des geplanten Brückenneubaus einzubinden.

"Wir sind mit allen Mitteln dran"

Staatssekretär Luksic betonte, dass das Thema A45-Sperrung ganz oben auf der Agenda im Bundeministerium für Digitales und Verkehr stehe. "Wir sind mit allen Mitteln dran, den sechsspurigen Neubau schnellstens zu ermöglichen und bis dahin das Land Nordrhein-Westfalen bei der Ertüchtigung von Umleitungsstrecken zu unterstützen. Auch mit der Deutsche Bahn AG sind wir dazu im Gespräch. Alles, was Entlastung verspricht, wird versucht." Gemeinsam mit dem Chef der Autobahn GmbH schloss sich Luksic dem Wunsch der anderen Gesprächsteilnehmer an, eine zentrale Anlaufstelle für alle Belange um die A45-Sperrung zu schaffen.

Autobahn-Chef Krenz betonte außerdem: "Wir sind uns bewusst, was die Sperrung für Auswirkungen auf die Region hat." Man arbeite weiter daran, einen Teil des Verkehrs über andere Strecken umzuleiten. Vor allem gehe es aber darum, den Neubau so schnell es geht voranzutreiben: "Unsere Optimierungsgröße heißt Zeit." Diesem Ziel ist man mit dem Wissen, dass eine Sprengung der Brücke möglich ist, ein Stück nähergekommen.

Lüdnscheid, 07. Februar 2022