Prächtige Altstadt-Fassaden in neuem Licht

Fassaden- und Hofflächenprogramm ist beendet

Blick auf zwei sanierte Fassaden am Graf-Engelbert-Platz
Beispiele für eine gelungene Fassadensanierung: Gebäude am Graf-Engelbert-Platz Foto: Michael Schepp

In der Lüdenscheider Altstadt hat sich sichtbar etwas getan. Nicht nur ein beträchtlicher Teil des neuen Pflasters ist bereits verlegt - wer seinen Blick entlang der historischen Fassaden schweifen lässt, der erkennt, dass hier mit Liebe zum Detail kunstvoll errichtete Stadtansichten wieder in neuem Glanz strahlen. Möglich wurde dies durch das Fassaden- und Hofflächenprogramm, das nun beendet ist. Nach zweimaliger Erhöhung des Förderbudgets und Verlängerung des Umsetzungszeitraumes sind alle Mittel des Förderprogramms in Anspruch genommen worden.

Gedacht als Maßnahme zur Verbesserung des Erscheinungsbildes und der Funktionalität der Lüdenscheider Altstadt sind seit Beginn des Förderprojektes 2018 insgesamt 41 Altstadtgebäude mit 460 000 Euro Fördersumme verschönert worden. Durch den zusätzlichen Eigenanteil der Besitzer liegt die Gesamtinvestition bei rund 1,2 Millionen Euro. Daneben gab es im Zuge der Sanierungen und Restaurierungen zahlreiche Begleitinvestitionen seitens der Eigentümer.

Alle Maßnahmen wurden von Fachfirmen ausgeführt und stehen für eine hohe Qualität mit langanhaltendem Effekt. Beteiligt waren 21 heimische Malerunternehmen, daneben diverse Stukkateurbetriebe, Fensterbauer, Dachdeckerunternehmen und Gerüstbauer.

Gefördert wurden Objekte, die im Gebiet des integrierten Handlungskonzeptes Altstadt (IHK Altstadt) liegen, darunter viele reich dekorierte Gebäude der Gründerzeit, erbaut um 1900. Zudem sind auch Fassaden von Bürgerhäusern, die man dem großen Stadtbrand von 1723 wiedererrichtete, ebenso wie auch Gebäude aus der Neuzeit instandgesetzt worden. Bei 17 der 41 geförderten Objekte handelt es sich um Denkmäler.

Mit Blick auf die historischen Vorbilder sind Dekorationselemente und Stuckverzierungen repariert und wieder im Stil ihrer Zeit gestaltet worden. Teils über die Jahre stark veränderte Stukkaturen wurden im Zuge der Arbeiten wieder besser hervorgehoben. Gesimsbänder und Fensterverdachungen sind restauriert und dauerhafter gegen Witterungseinflüsse geschützt worden.

Als Fassadenfarben wählte man altstadtgerechte Naturtöne mit helleren Fensterrahmungen und Absetzungen, um die reich verzierten Elemente so besser zur Geltung zu bringen.

Eine der aufwändigsten Maßnahmen bildete die Sanierung der Fassade des Reidemeister-Gebäudes am Ende der Wilhelmstraße, an der Ecke zur Hochstraße gelegen, die noch vor ihrer vollständigen Fertigstellung steht.

Lüdenscheid, 19. September 2022