Führung durch neue Johanniter-Kita an der Hochstraße

Investor Roland Rothmann überreichte diesen Jungen symbolisch den Schlüssel zur neuen Kita an der Hochstraße.
Investor Roland Rothmann überreichte diesen Jungen symbolisch den Schlüssel zur neuen Kita an der Hochstraße. Foto: Sven Prillwitz

Neuer Name, neuer Standort, neues Konzept: Noch läuft die Eingewöhnungsphase in der neuen Johanniter-Kita an der Hochstraße. Knapp fünf Wochen nach der Eröffnung steht aber bereits fest: Der Umzug von der Mittelstraße an den in Luftlinie nur wenige hundert Meter entfernten neuen Standort hat sich gelohnt. Das hat Erzieherin Saskia Lohrey am Donnerstag, 15. September, bei einer Führung durch den Neubau betont. Dieser Einschätzung schlossen sich die Gäste, darunter Lüdenscheids Bürgermeister Sebastian Wagemeyer, Investor Roland Rothmann und eine Delegation der Johanniter aus dem Regionalverband Südwestfalen sowie der Landesgeschäftsstelle an.

Auf insgesamt rund 860 Quadratmetern Fläche präsentiert sich der zweigeschossige Neubau im Innern modern, lichtdurchflutet, freundlich und - auch dank eines Aufzuges - komplett barrierefrei. Oben und unten führt jeweils ein langer, in Grün und Weiß gehaltener Flur von einem Ende des Gebäudes zum anderen. Zu den Seiten gehen Gruppenräume, Toiletten, Spiel- und Schlafstätten sowie Lager- und Büroräume ab. Im Erdgeschoss befinden sich außerdem eine große Küche und ein Schlafraum für die U3-Betreuung.

Dass die Mitarbeitenden der Kita nun auch Kinder betreuen, die jünger als drei Jahre sind, ist eine wesentliche Neuerung für die Erzieherinnen und Erzieher. Vor allem deshalb wird die konzeptionelle Ausrichtung der Kindertagesstätte angepasst, erklärte Saskia Lohrey den Gästen in ihrer Funktion als Abwesenheitsvertretung der Kita-Leiterin Sandra Ost. Bei der Anpassung helfen sollen die neuen Mitarbeitenden, die bereits Erfahrung in der U3-Betreuung haben und sich laut Lohrey "schon gut in das Team eingefunden haben". 17 Erzieherinnen und Erzieher betreuen insgesamt 75 Kinder in vier Gruppen. 20 Mädchen und Jungen sind jünger als drei Jahre.

Die Besucher des Kita-Neubaus diskutieren vor dem Gebäude.
Ein Gewinn für Lüdenscheid in der Nähe des Stadtzentrums: Ursula Epp (vorn) und Bürgermeister Sebastian Wagemeyer (Mitte) freuen sich über den Kita-Neubau und die neuen U3-Betreuungsplätze.

Rothmann: schneller Neubau trotz "schwieriger Rahmenbedingungen"

Die Gäste lobten nicht nur die Innengestaltung und -einrichtung, sondern auch den Außenbereich: Die Außenanlage auf dem rund 3200 Quadratmeter großen Grundstück bietet jede Menge Spielmöglichkeiten an der frischen Luft. Im Oktober sollen die letzten Bauarbeiten und Bepflanzungen im Außenbereich abgeschlossen werden, kündigte Roland Rothmann an.

Der Investor freute sich, dass der Neubau "trotz der aktuell schwierigen Rahmenbedingungen" innerhalb kürzester Zeit - Bauantrag im November 2020, Grundsteinlegung im Oktober 2021, Übergabe des Gebäudes an die Johanniter im Juli 2022 - fertiggestellt worden sei. Außerdem lobte Rothmann die gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten.

Wagemeyer: "Alle Beteiligten profitieren von der neuen Kita"

"Wir sind sehr froh, dass wir mit den Johannitern nicht nur einen tollen Träger, sondern auch ein weiteres Angebot für die U3-Betreuung in Lüdenscheid haben - und das an einem stadtzentralen Standort", sagte Ursula Epp, die den städtischen Fachdienst Jugendamt - Kindertageseinrichtungen leitet. Bürgermeister Sebastian Wagemeyer betonte, dass "alle Beteiligten von der neuen Kita profitieren - insbesondere die Kinder, die hier betreut werden".

Stefanie Ueßeler freute sich ebenfalls über den Umzug von der Mittel- an die Hochstraße und die neuen Möglichkeiten: "Dass wir uns hier in einem ganz neuen und frischen Gewand zeigen können, ist ein echter Gewinn für alle", sagte die Vorsitzende des Johanniter-Regionalverbands Südwestfalen. Dazu gehört auch die Umbennung: Vor dem Umzug hieß die Einrichtung "Kindergarten Louise Scheppler".

Lüdenscheid, 19. September 2022