Fehlersuche und "Staffelunterricht" gehen weiter

Richard-Schirrmann-Realschule: "Gebäude II" bleibt noch gesperrt

Blick von außen auf einen Eingangsbereich der Richard-Schirrmann-Realschule.
Das "Gebäude II" der Richard-Schirrmann-Realschule bleibt vorübergehend geschlossen.

Die Kesselanlage und -körper sind in einem einwandfreien Zustand. Um auf Nummer sicher zu gehen, soll jetzt aber auch das elektronische Steuerungsgerät für die Pellet-Heizungsanlage überprüft werden, mit der das sogenannte "Gebäude II" der Richard-Schirrmann-Realschule beheizt wird. Das hat die Zentrale Gebäudewirtschaft (ZGW) der Stadt Lüdenscheid am Dienstag, 20. September, mitgeteilt. Die Folgen: Der Komplex bleibt vorerst gesperrt. Alle Schülerinnen und Schüler werden voraussichtlich für den Rest der Woche gestaffelt in "Gebäude I" unterrichtet.

Eine Fachfirma prüfte die Heizungsanlage am Dienstag ausgiebig. "Wir können sowohl die zunächst angenommene Verpuffung als auch einen Kesselbrand ausschließen. Die Feuerungsanlage läuft einwandfrei, und die einzelnen Bestandteile sind in einem guten und betriebssicheren Zustand", fasste die ZGW die Ergebnisse der Untersuchung zusammen. Um die Pellet-Anlage "auf Herz und Nieren durchzuchecken", soll jetzt aber auch die Software noch einmal untersucht werden.

Hintergrund: Ein elektronisches Steuerungsgerät bestückt die Anlage nach Inbetriebnahme automatisch mit Holzpellets, die in den Kesseln verbrannt werden. Die ZGW und die Fachfirma vermuteten nach dem Testlauf am Dienstag, dass bei dem Notfall in der Vorwoche feuchte und zugleich noch glimmende Pellets in den Aschekasten gelangt seien - und das in großer Menge.

Haben Rückstände auf Platinen für Störung der Heizungsanlage gesorgt?

Das habe für die starke Verrauchung der Heizzentrale gesorgt und für die Ausbreitung des Rauchs im Gebäude, nachdem ein Hausmeister die Tür geöffnet hatte. "Das lassen wir jetzt nochmal prüfen, denn es könnte sein, dass sich durch den vielen Qualm etwas auf den Platinen des Steuergerätes abgesetzt und dadurch für eine Störung gesorgt hat", so die ZGW.

Für die Realschülerinnen und -schüler bleibt es daher zunächst - wie schon am Dienstag - bei gestaffelten Stundenplänen. Dadurch wird sichergestellt, dass alle Jahrgänge in Präsenz unterrichtet werden können. Die ZGW hofft, dass die Untersuchungen der Heizungsanlage spätestens zum Ende der Woche abgeschlossen sind und diese dann in Betrieb genommen werden kann. Dann könnte der Unterricht in der Folgewoche wieder wie gewohnt in beiden Gebäuden stattfinden.

Lüdenscheid, 20. September 2022