Die Rückkehr des richtigen "Feelings"

ZAK-Ausbildungsmesse: sehr gut besuchter erster Tag

Ein Auszubildener im Gespräch mit drei Schülern.
Das Erfolgsrezept jeder ZAK-Messe: der direkte Austausch zwischen den Firmen und den Jugendlichen. Foto: Sven Prillwitz

Mehr Aussteller, mehr Möglichkeiten, mehr Gespräche - und unterm Strich wieder mehr "Messe-Feeling" als bei der Corona-Version im Vorjahr: Am Donnerstag, 22. September, dem ersten von zwei Tagen der ZAK-Ausbildungsmesse, schoben sich die Schülerinnen und Schüler in großen Gruppen durch das Kulturhaus und informierten sich an den Ständen der 75 Unternehmen und Dienstleister über Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten. Die Organisatoren der Veranstaltung zogen bereits am Vormittag ein überaus positives Fazit.

"Endlich können sich wieder alle in die Gesichter schauen. Dadurch ist es wesentlich leichter und angenehmer, Gespräche miteinander zu führen, und das merkt man den Menschen hier auch deutlich an", sagte Pia Geise. Zusammen mit Dirk Aengeneyndt von der Stabsstelle Wirtschaft/Arbeitsmarkt der Stadt Lüdenscheid hatte sie die die Veranstaltung auch in diesem Jahr federführend organisiert - und freute sich über die Rückkehr des Trubels, des "Messe-Feelings". Im Vorjahr hatte die Veranstaltung unter verschärften Corona-Bedingungen - Maskenpflicht, eng getaktete Zeitfenster für Schulklassen und strikte Abstandsregeln - und mit gerade einmal 44 Ausstellern stattgefunden.

Ebenfalls positiv: Gleich elf Unternehmen präsentierten sich zum ersten Mal aus Ausbildungsbetriebe. Und für das kommende Jahr gebe es bereits 20 Anfragen von Firmen, die ebenfalls ihr ZAK-Debüt feiern möchten. "Das zeigt, wie wichtig und interessant die Messe für Unternehmen in Lüdenscheid und der Region ist", freute sich Geise.

Zwei Notfallsanitäter beugen sich über eine Übungspuppe. Drei Schüler schauen ihnen zu.
An vielen Ständen erhielten Schülerinnen und Schüler Anschauungsunterricht oder konnten ihr Geschick testen. Foto: Sven Prillwitz

Wagemeyer betont Wichtigkeit der Messe

Die Notwendigkeit einer solchen Veranstaltung hatte zuvor Sebastian Wagemeyer betont. Der Lüdenscheider Bürgermeister wies in seiner Eröffnungsrede darauf hin, dass es in diesem Jahr lediglich 2336 Bewerberinnen und Bewerber für insgesamt 3069 Ausbildungsplätze im Märkischen gegeben habe. Das sei eine "überaus starke Diskrepanz". Auch angesichts der Vollsperrung der A45 bei Lüdenscheid, die zahlreiche Probleme für die Stadt und die Region bedeuteten, sei es umso wichtiger, dass die Firmen und Dienstleister alles daransetzen, die "Fachkräfte von morgen hier vor Ort auszubilden" und ihnen eine Zukunftsperspektive zu bieten.

Die Aussteller legten sich am Donnerstag ins Zeug: An den Ständen beantworteten sie gutgelaunt und humorvoll jede Menge Fragen und verteilten Info- und Werbematerial. Das eine oder andere Spiel - zum Beispiel ein "Alterssimulator" am Stand eines Pflegedienstes, "Ringewerfen" mit Unterlegscheiben bei einem Metallverarbeiter oder eine Testpuppe beim Notarzt - sorgte zudem dafür, dass die Schülerinnen und Schüler zwangslos und schneller mit den Ausbildungsbetrieben ins Gespräch kamen. Ein beliebtes Erfolgsrezept der Messe bewährte sich dabei erneut: das direkte Gespräch zwischen aktuellen und zukünftigen Azubis.

ZAK-Kalender mit vielen Infos und Kontakten online

Wie gewohnt gehörten die Morgen- und Mittagsstunden den Schülerinnen und Schülern der neunten Klassen der Lüdenscheider Schulen sowie den Berufskollegs und Ausbildungszentren. Nachmittags war die Messe im Kulturhaus für alle weiteren Interessierten geöffnet. Das ist auch am Freitag von 12.30 bis 15 Uhr der Fall.

Weitere Informationen rund um die Veranstaltung sind auf der Website der ZAK-Ausbildungsmesse zu finden. Dazu gehört auch der Katalog, in dem neben jeder Menge Informationen zu heimischen Firmen auch Kontaktdaten und Ansprechpartner zu finden sind.

Lüdenscheid, 22. September 2022