Foto Vogelmiere
Vogelmiere - Stellaria media

Jedem, der einmal Hühner zugesehen hat, die sich auf eine Handvoll Vogelmiere stürzen, ist die Herkunft des deutschen Namens klar. Die ganze Gattung wird auch „Sternmiere“ genannt (lat. Stella: Stern), da die wissen Blüten mit den fünf mehr oder weniger geteilten Blütenblättern kleine Sterne ähneln. 

Die Vogelmiere blüht als eines der ersten (und letzten) Wildkräuter mit Ausnahme längerer Forstperioden das ganze Jahr über. Sie ist ein Siedlungsbegleiter des Menschen seit der Steinzeit und heute weltweit verbreitet. 

Ob die Vogelmiere schon in der Steinzeit als „Un“-kraut bekämpft wurde, ist ungewiss. Fest steht, dass ihre Qualifikation als Wildgemüse n früheren Zeiten mehr beachtet wurde: Die jungen Triebe sind sehr vitamin- und mineralstoffhaltig und könne als Ergänzung zum Salat, für Suppen und grüne Soßen verwendet und auch wie Spinat als Gemüse zubereitet werden. 

Für Gärtner hat die Vogelmiere die erfreuliche Mitteilung, dass es sich bei seinem Bett um nährstoff- und humusreichen, angenehm feuchten und wohlausgewogenen Boden handelt, der es wert ist, durch sofortigen Bewuchs vor Austrocknung und Abtragung geschützt zu werden.