Knoblauchsrauke, Lauchhederich - Alliaria petiolata

Foto Knoblauchrauke, Lauchhederich
Knoblauchsrauke, Lauchhederich - Alliaria petiolata

Im Frühjahr schiebt sich aus den herzförmigen, gebuchteten Grundblättern, mit denen die einjährige Knoblauchsrauke überwintert, der Stängel mit den weißen Blüten. Ähnlich wie beim Hirtentäschelkraut entwickeln sich die Blüten am Stängel von unten nach oben, so dass an älteren Exemplaren sich unten schon aufrechte Schoten mit Samen befinden, während sich oben erst noch Knospen öffnen. Die Knoblauchsrauke blüht von April bis Juni an halbschattigen, nährstoff- und besonders stickstoffhaltigen Standorten wie Säumen von Gebüschen und Hecken. Sie ist ein Kreuzblütengewächs, erkennbar an den vier sich gegenüberstehenden weißen Blütenblättern und den Schoten, die die Samen enthalten. Nach der Samenreife stirbt die ganze Pflanze ab. Die Samen keimen noch im selben Jahr, überwintern als grüne Pflanze und blühen im nächsten Jahr. 

Ihren Namen hat die Knoblauchsrauke durch den Geruch der zerriebenen Blätter erhalten, die in Salaten und grünen Soßen in der Küche Verwendung finden. 

Im Garen kennzeichnet ihr Auftreten Standorte mit hohem Stickstoffgehalt, an denen keine weitere Düngung erforderlich ist.
Eine reizvolle Staudenkombination für halbschattige Standorte ist eine Mischung aus Knoblauchsrauke und Einjährigem Silberblatt oder Mondviole (Lunaria annua). Diese ist ebenfalls ein Kreuzblütengewächs mit dem gleichen Lebensablauf wie die Knoblauchsrauke. Die dunkelvioletten Blüten des Silberblattes und die weißen der Knoblauchsrauke setzen einen Frühjahrsakzent, den auch die früh fliegenden Schmetterlinge zu schätzen wissen. Der geschützte Aurorafalter (Anthocharis cardamines) ist einer von ihnen. er ähnelt dem Kohlweißling, das Männchen hat aber orange Flecken auf den Spitzen der Vorderflügel. Die Raupen fressen an beiden Pflanzenarten.