Gewöhnliche Schafgarbe - Achillea millefolium

Foto Gewöhnliche Schafgarbe
Gewöhnliche Schafgarbe - Achillea millefolium

Schon Hippocrates (460 v. Chr.) erwähnte ihre Heilkraft, die der griechische Held Achilleus entdeckt haben soll, der sie zur Behandlung seiner Wunden einsetzte. Die Schafgarbe ist eine charakteristische Pflanze der Wiesen und Weiden, kommt aber auch auf Brachflächen und an Wegrändern vor. Sie ist von den Gebirgen des Mittelmeerraums über ganz Europa bis nach Sibirien verbreitet. Den dein gefiederten Blättern verdankt sie ihren lateinischen Namen (mille: tausend, folium: Blatt). 

Die Schafgarbe fand zu allen Zeiten und bei vielen Völkern Beachtung: Bei den Germanen galt sie als Zaubermittel gegen böse Krankheiten, im Mittelalter hielt man sie für wirksam gegen Zauberei und teuflische Machenschaften. In Frankreich wurde sie Kindern beim Zubettgehen auf die Augenlider gelegt, um tiefen Schlaf und schöne Träume hervorzurufen. In England werden Schafgarbenblüten in Brautkränze gewunden und Schafgarbe als „Venuskraut“ im Hochzeitsmahl soll mindestens sieben Jahre Eheglück bewirken. 

Eine alte chinesische Beschwörungsformel ist das Aufzählen von 49 trockenen Schafgarbenstängeln. 

In der Küche erden die jungen Blätter als Salatbestandteil verwendet oder wie Spinat zubereitet. 

Auch die Schafgarbe ist ein Heilkraut: Blätter und Blüten können getrocknet und als Tee verabreicht werden. Der Schafgarbensaft dient zur Blutreinigung und zur Behandlung schlecht heilender Wunden.