Spitz-Wegerich - Plantogo lancelata, Breit-Wegerich - Plantago major

Foto Breit-Wegerich
Breit-Wegerich - Plantago major

Der Blick auf eine ältere Rasenfläche kann eine Menge über die derzeitige Nutzung verraten: An vielen Stellen durchbrechen Rosetten aus dunkelgrünen, länglichen Blättern das Gras, anderswo finden sich untertassen- bis suppentellergroße Flecken aus breiten, grasgrünen Blättern. Aus den Rosetten entspringen an langen Stängeln walzförmige Blütenstängel. Es handelt sich hier um den Spitz- und den Breit-Wegerich. Der Spitz-Wegerich ist eine typische Pflanze der Wiesen und Weiden, die häufigsten Schnitt vertragen kann. Der trittverträgliche Breit-Wegerich ist dagegen auf Wegen oder an Viehtränken zu finden, an Orten, die starker Trittbelastung ausgesetzt sind. Breit-Wegerich im Rasen zeigt an, dass hier viel herumgelaufen wird.

Foto Spitz-Wegerich
Spitz-Wegerich - Plantogo lancelata

Spitz-Wegerich ist ein Arzneipflanze, die vor allem bei Erkrankungen der Atemwege eingesetzt werden kann. In Osteuropa wird er daher auf Feldern als Heilkraut angebaut.  

Aber auch in der Küche könne die jungen Blätter beider Wegericharten für Salate, Gemüse und Suppen verwendet werden. 

Beide Wegericharten sind Begleiter des Menschen. Ihre Samen sind klebrig, bleiben an Schuhen und Pfoten hängen und werden so verbreitet. 

Der Breit-Wegerich gelangte mit der Besiedlung Nordamerikas durch die Europäer zunächst an die Ostküste und von dort aus mit den Siedlertrecks nach Westen. Da entlang der Treckrouten bald überall die Flecken des Breit-Wegerichs auftraten, nannten ihn die Indianer „Fußabdruck des Weißen Mannes“.