Foto Rainfarn
Rainfarn - Tanacetum vulgare

Im Frühjahr, solange nur die Blätter des Rainfarns zu sehen sind, wird er leicht mit Farnen verwechselt. Sobald aber im Juli die gelben Blütenköpfchen erscheinen, wird deutlich, dass es sich um eine Blütenpflanze handelt. 

Der Rainfarn ist ein Korbblütengewächs. Die Blütenköpfchen bestehen aus vielen gelben Einzelblüten, die gern von Schmetterlingen, Bienen, Schwebfliegen und anderen Insekten aufgesucht werden. 

Seine ursprünglichen Wuchssorte sind Auenwälder und Auengebüsche, Ufer und Schotterbereiche in Flusstälern. Heute ist er vor allem an Wegrainen, Straßenrändern und auf älteren Brachflächen zu finden. 

Wegen seiner Heil – und Nutzanwendung wurde Rainfarn früher häufig kultiviert. Auch heut noch ist er in einigen Gärten des Sauerlandes zu finden. 

Blätter und Blüten des Rainfarns enthalten ätherische Öle und Bitterstoffe. Sie können getrocknet gegen Motten und Flöhe verwendet werden, früher wurden sie auch als Wurmmittel benutzt. Die Insekten vertreibende Wirkung des Rainfarns kann auch im Garten vielfältige Anwendungen finden: Tee aus Rainfarn kann gegen die Raupen von Kohlweißlingen und Apfelwickler, Blattläuse, Milben und Ameisen gespritzt werden. 30g trockene Rainfarnblüten drei Tage lang in Wasser angesetzt und anschließend mit zwei Litern Wasser verdünnt ergeben ein Spritzmittel gegen Pilz- und Bakterienbefall an Tomaten und Kartoffeln.