Foto Gewöhnlicher Beifuß
Gewöhnlicher Beifuß - Artemisia vulgaris

In die Schuhe gesteckt, „bei den Füßen“, soll er die Müdigkeit beim Gehen vertreiben. Jeder hat ihn schon gesehen, aber nur wenigen ist er aufgefallen: der Gewöhnliche Beifuß. 

Die natürliche Wuchsorte des Beifusses sind Ufergebüsche und Schotterbänke von Flüssen. 

Der Beifuß ist ein lichtliebender Stickstoffzeiger. Da in der Nähe menschlicher Siedlungen der Boden in der Regel relativ feucht und gut gedüngt ist, ist der Beifuß zu einem Begleiter des Menschen geworden, der an Wegrändern, Mauerfüßen und auf Brachflächen zu finden ist. 

Unter guten Wuchsbedingungen kann der Beifuß bis zu 2,5 m hoch werden. Gerade in der Stadt treten aber auch Kleinformen von ca. 50 cm ungünstigen Standorten auf. 

Zu erkennen ist de Beifuß an der silbrig glänzenden Unterseite der dunkelgrünen Blätter. 

Ein alter Name für den Beifuß ist „Gänsekraut“. Er wird nicht etwa gern von Gänsen gefressen, sondern das getrocknete, blühende Kraut ist ein hervorragendes Gewürz zu Gänse- und Entenbraten

sowie fettem Fleisch. Es enthält ätherische Öle, Vitamine und Bitterstoffe, die diese Speisen leichter verdaulich machen. Ein Tee aus dem Kraut hilft bei Appetitlosigkeit und Verdauungsstörungen. In der Küche kann Beifuß auch für Kräuterbutter und Kräutersalz verwendet werden. Was ist ein Kräuterbeet ohne Gänsekraut?