Foto Wilde Möhre
Wilde Möhre - Daucus corota

Es braucht etwas Zeit, die Ähnlichkeiten zwischen einer blühenden Wilden Möhre und der wohlbekannten Garten-Möhre (Daucus carots sativa) zu entdecken. Dennoch sind sämtliche Sorten der Garten-Möhre aus der Wilden Möhre entstanden. Das Verbreitungsgebiet der Wilden Möhre reicht von den Bergen Ostafrikas über das Mittelmeergebiet und Europa bis nach Westasien.                           

In Westasien sind auch die ersten Züchtungen entstanden. Ursprüngliche Garten-Möhren haben weißliche bis gelbe Wurzeln. Durch allmähliche Zuchtauslese wurde der Anteil des orangen Farbstoffs Carotin, der Vorstufe des Vitamins A, in der Wurzel erhöht, so dass „moderne“ Möhren orange bis hellrote Wurzeln besitzen: Es sind „Karotten“. die weißliche Wurzel der Wilden Möhre ist kaum verdickt. 

Die typischen Möhrenblätter sind mehrfach gefiedert und von filigranem Aussehen. Die weißen Blüten stehen in der Dolde zusammen, in deren Mitte häufig eine einzelne schwarz - purpurne Blüte, die sogenannte „Möhrenblüte“, steht, der die Mohrrübe oder Möhre ihren Namen verdankt. Zur Blütezeit ist die Dolde leicht nach oben gewölbt, zur Fruchtreife dagegen ziehen sich die Doldenäste fastartig um die Mittelblüte zusammen.

Die Früchte sind stachelig, sie bleiben im Fell von Tieren hängen und werde so verbreitet. 

Wilde Möhren sind vor allem in trockenen Wiesen, aber auch an Wegrändern und auf Brachflächen zu finden. Sie sind unter anderem Futterpflanze für die Raupen des geschützten Schwalbenschwanzes (Papilio machaon) und des Totenkopfen (Aherontia atropes), des größten einheimischen Schwärmers, de nach einer Zeichnung auf der Oberseite diesen etwas unheimlichen Namen erhielt.