Foto Echte Zaunwinde
Echte Zaunwinde - Calystegia sepium

Die weißen, trichterförmigen Blüten der Zaunwinde haben einen Durchmesser von ca. 5 cm und gehören zu den größten unter denen der Wildpflanzen Mitteleuropas. Natürliche Standorte der Zaunwinde sind Ufer, Erlen- und Weidengebüsche sowie Röhrichte. Sie wächst hier in sogenannten Schleiergesellschaften. Das sind feste Lebendgemeinschaften aus Hochstauden wie z.B. Brennnesseln oder Wasserdost, die mit windenden oder rankenden Pflanzen wie mit einem Schleier überzogen sind. 

die Zaunwinde vermehrt sich nicht nur über Samen, sondern auch über langgestreckte, weißliche unterirdische Ausläufer. Diese halten an ihren natürlichen Standorten den Boden fest und schützen ihn – ähnlich wie die Ausläufer vor Giersch und Brennnesseln – vor Abschwemmung. 

Auch die Zaunwinde hat sich an die vom Menschen veränderte Umwelt angepasst und ist häufig an Zäunen, Wegrändern und Hecken zu finden. sie liebt nährstoffreichen, feuchten Boden und viel Licht. Inzwischen ist sie weltweit in den gemäßigten Zonen verbreitet. 

Wer einen Zaun im Sommer dekorativ bewachen lassen möchte, der sollte die Zaunwinde wählen. eine Steinkante von ca. 20 cm Tiefe verhindert die Ausbreitung der Ausläufer weitgehend. Im Gegensatz zu den als Samen käuflichen nicht-einheimischen Windenarten ist die Zaunwinde mehrjährig.

Dann stellt sich vielleicht auch ein seltsamer Kleinschmetterling im Garten ein: das Federgeistchen (Es ist ca. 2 cm lang und völlig weiß. Seine Vorderflügel sind in zwei, die Hinterflügel in drei federartigen Strahlen geteilt, die es in Ruhe übereinander schiebt und T-förmig vom Körper abstehen lässt. Seine grüngelben, borstigen Raupen leben in zusammengerollten Windenblättern.