Christrose, Schwarze Nieswurz - Helleborus niger

Foto Christrose
Christrose, Schwarze Nieswurz - Helleborus niger

Zu Weihnachten, wenn alle anderen Pflanzen in Winterruhe versunken sind, beginnt die Christrose zu blühen. 

Ihre weißen Blüten mit den gelben  Staubblättern sehen einer Rosenblüte zwar ähnlich, die Christrose gehört jedoch zu den Hahnenfußgewächsen. 

Wie viele Vertreter dieser Pflanzenfamilie enthält die Christrose giftige Stoffe: In allen Pflanzenteilen finden sich die Glyoside Helleborin und Helleborein, die Übelkeit, Erbrechen und Herzschwäche hervorrufen können. Da die Inhaltsstoffe der Pflanze aber gleichzeitig einen brennend scharfen Geschmack verleihen, kommt es selten zu Vergiftungen. 

Der Wurzelstock der Christrose ist schwarz gefärbt und wirkt in pulverisierter Form stark schleimhautreizend, erregt also u.a. Niesreiz. Hierauf bezieht sich der Name „Schwarze Nieswurz". 

Eine Besonderheit der Christrose ist die Tatsache, dass die weißen Blütenblätter nach erfolgter Bestäubung nicht abfallen, sondern sich grünlich oder rötlich verfärben und bis zur Fruchtreife erhalten bleiben. 

Nur Wenige werde der Christrose schon einmal an ihrem natürlichen Wuchsort begegnet sein: Sie ist eine Pflanze der Kalkalpen und in Deutschland nur in den Berchtesgadener Alpen zu finden. Weitere Standorte liegen in den Apenninen, Karpaten und in Serbien. 

Die Christrose wird jedoch schon seit langem als Zierpflanze kultiviert und war schon Ende des 18. Jahrhunderts ein fester Bestandteil der Bauerngärten.