Mitarbeiter für den Naturschutz im eigenen Garten 

Biologische Pflanzenschutzmittel 
Jeder kann auch im eigenen Garten etwas für den Naturschutz tun: Den Schadstoffeintrag (Pestizide, Dünger) so gering wie möglich halten und die Artenvielfalt schützen und entwickeln. Wildpflanzen  helfen dabei: Tees, Aufgüsse und Jauchen aus Wildpflanzen können als biologische Pflanzenschutzmittel Pestizide ersetzen. Das verhindert die Anreicherung von Pestiziden in der Nahrungskette und im Trinkwasser. Rezepturen für  biologische Pflanzenschutzmittel wie Brennnesseljauche oder Rainfarntee sind inzwischen in vielen Gartenbüchern zu finden. 

Düngung 
Auch Dünger weid bei z hoher Dosierung zum Schadstoff. Können die Pflanzen große Mengen von Dünger nicht mehr aufnehmen und umsetzen, wird es ins Grundwasser ausgewaschen. Vielerorts verseuchen dadurch u.a. Nitrate das Trinkwasser. Auch hier kann der Wildpflanzenbewuchs im Garten wichtige Hinweis liefern:

Große Brennnessel, Giersch, Weiße Taubnessel und Gewöhnlicher Beifuß sind Nährstoffzeiger. Ihr Auftreten signalisiert deutlich: Hier bitte nicht mehr düngen! 

Standortbedingungen 
Unter den Wildpflanzen sind auch Zeiger für andere Standortbedingungen: Tüpfel-Johanniskraut, Wilde Möhre und Gewöhnliches Leinkraut bevorzugen trockene, magere Böden. Zaunwinde und Giersch mögen es ehr feucht. Im Schatten gedeiht das Große Schöllkraut beinahe konkurrenzlos, ebenso wie Breit-Wegerich und Huflattich auf stark betretenen, verdichteten Böden. Die Beachtung dieser Standorthinweise kann z B. verhindern, dass Zier- oder Nutzpflanzen an für sie ungeeigneten Stadtorten unter großem Pflegeaufwand kultiviert werden müssen.

Es sollte vermieden werden, im gesamten Garten einen einheitlich nährstoffreichen, lockeren und mäßig feuchten Boden zu erzeugen. Eine bunte Vielfalt entsteht nur durch kleinräumig wechselnde, verschiedenartige Lebensräume. 

Artenvielfalt 
Bei Stichwort „Artenvielfalt“ ist zu bedenken, dass es sich nicht nur um die pflanzliche, sondern auch um die Vielfalt der Tierarten handelt. Es gilt grundsätzlich, dass an oder von heimischen Pflanzenarten weitaus mehr Tierarten leben als von nicht heimischen. Daher sollten heimische Pflanzen bei der Umgestaltung oder Neuanlage eines Gartens immer exotischen Zierpflanzen vorgezogen werden. Es danken Bienen, Schmetterlinge, Käfer, Vögel, Spitzmaus, Igel & Co.