Riesen-Bärenklau - Heracleum mantegazzianum, Wiesen-Bärenklau - Heracleum sphondylium

Foto Riesen Bärenklau
Riesen-Bärenklau - Heracleum mantegazzianum

Auch im Spätherbst sind die beiden Bärenklau – Arten anhand ihrer imposanten Blütenstände noch gut zu erkennen. 

Der Riesen-Bärenklau ist auch als Herkulesstaude bekannt. Der Gattungsnahme „Heracleum“ ist vom griechischen Halbgott Heracles hergeleitet, den die Römer Hercules nannten. 

Der Riesen-Bärenklau ist ein Neueinwanderer aus Westasien (Kaukasus), der erst 1954 nach Westfalen gelangte. Es wurde als Zierpflanze in Gärten gehalten und geriet mit Gartenabfällen in die freie Landschaft. Da er feucht, nährstoffreiche Böden liebt, hat er sich von allem an Bächen und Flüssen, aber auch entlang der Verkehrswege ausgebreitet. An günstigen Standorten kann er bis zu drei Meter hoch werden. Riesen-Bärenklau-Bestände bereiten sich schnell aus und verdrängen komplette Lebensgemeinschaften aus einheimischen Tieren und Pflanzen. Aber auch für den Mensche ist der Riesen-Bärenklau nicht ungefährlich: Sein Saft entwickelt eine phototoxische Wirkung: Bei Hautkontakt mit der Pflanze und anschließender Sonnenbestrahlung (es genügt ein Lichteinfall aus an bedeckten Tagen) treten Schäden von Hautreizungen über Blasenbildung bis zu schwersten Entzündungen auf. 

Der einheimische Weisen-Bärenklau wird dagegen nur bis zu 1,5 m hoch. er kommt – wie der Name schon andeutet – hauptsächlich auf nährstoffreichen Wiesen  vor, aber auch an Ufern und Gräben. 

In der Küche gibt es für den Wiesen-Bärenklau vielfältige Anwendungsmöglichkeiten: Junge Blätter können fein gehackt als Würze zu Quark und Eierspeisen gegeben oder für Suppen und Omelettes verwendet werden. Die gekochten Sprossen sind ein hervorragendes Wildgemüse. 

Für die heimische Tierwelt spielt der Wiesen-Bärenklau eine wichtige Rolle: Auf den Blüten versammeln sich pollensuchende Insekten, was wiederum räuberische Insekten wie z.B. Weichkäfer anlockt. 

In den dicken Stängeln überwintern außerdem eine ganze Reihe von Insektenarten. Daher sollten Stängel von Hochstauden auch im Garten nicht im Herbst, sondern erst im folgenden Frühjahr entfernt werden.