Häufig gestellte Fragen zur Unterkunft von Flüchtlingen

Hier finden Sie häufig gestellte Fragen und Antworten zur Unterbringung von Flüchtlingen aus der Ukraine.

An wen wende ich mich, wenn ich Wohnraum für Flüchtlinge zur Verfügung stellen möchte?

Wenn jemand abgeschlossenen Wohnraum zur Anmietung zur Verfügung stellen kann, bitten wir um Meldung unter ukraine@luedenscheid.de

Wir sind dankbar für alle Bürgerinnen und Bürger, die uns auf diesem Wege unterstützen möchten. Wichtig: Um schnell zusätzlichen Wohnraum anbieten zu können, greift die Stadt allerdings zunächst auf größere Wohnungskontingente bei Wohnungsgesellschaften oder Immobilienverwaltungen zurück, da sich so schneller eine so genannte "Ersteinrichtung" zur Verfügung stellen lässt, die den vorgegebenen Standards entspricht.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Wohnungen unter dem Portal www.Unterkunft-Ukraine.de, das in mehreren Sprachen zur Verfügung steht, private Unterkünfte für Flüchtlinge anzubieten.

Wie finden Flüchtlinge eine Unterbringung?

Geflüchtete, die nicht bei Angehörigen, Freunden etc. unterkommen, können sich grundsätzlich an das "Sozialamt" der Stadt Lüdenscheid wenden. Das besteht aus den Fachdiensten "Soziale Leistungen" und "Sonstige soziale Dienste und Verwaltung".

Flüchtlinge ohne Unterkunft können sich auch direkt an die Landeserstaufnahmeeinrichtung NRW (LEA) in Bochum Gersteinring 50, 44791 Bochum wenden. Diese ist rund um die Uhr geöffnet.

Was ist, wenn Flüchtlinge eine eigene Wohnung anmieten möchten?

Grundsätzlich können Flüchtlinge eine eigene Wohnung anmieten. Um sicher zu gehen, ob die vollen Kosten für die Miete übernommen werden, sollte dies vor Abschluss eines Mietvertrages mit dem Fachdienst "Soziale Leistungen" geklärt werden - am besten per E-Mail an soziale-leistungen@luedenscheid.de

Unter dem Portal www.Unterkunft-Ukraine.de, das in mehreren Sprachen zur Verfügung steht, können Geflüchtete aus der Ukraine private Unterkünfte finden.

Wie viele Flüchtlinge aus der Ukraine sind bislang in Lüdenscheid aufgenommen worden?

Seit dem 7. März sind 220 Schutzsuchende (Stand: 15. März) in Lüdenscheid angekommen. Dabei handelt es sich fast ausschließlich um Frauen und Kinder. 80 Menschen sind auf drei städtische Übergangsheime verteilt worden, die damit komplett ausgelastet sind. 140 weitere Flüchtende sind privat untergekommen.

Wie und wo sollen weitere geflohene Menschen untergebracht werden?

Die Stadt Lüdenscheid steht in Kontakt mit Wohnungsbaugesellschaften, um Wohnraum für Flüchtlinge anzumieten. Als Notunterkünfte können unter anderem die Turnhallen des Lüdenscheider Integrations- und Begegnungszentrums (LIBZ) an der Parkstraße sowie der Hermann-Gmeiner-Grundschule am Dickenberg infrage. Hier könnten Menschen notdürftig untergebracht werden, bis ausreichend Wohnraum mitsamt Erstausstattung zur Verfügung steht. Dann ziehen die Menschen aus einer Notunterkunft in eine Wohnung. Die Stadtverwaltung prüft den Zustand jeder Wohnung.

Wie sind die städtischen Unterkünfte ausgestattet?

Jede Unterkunft bzw. Wohnung verfügt zunächst über eine sogenannte Erstausstattung, das heißt über Betten, Bettwäsche, Matratzen, Tische und Stühle sowie Kochplatten. Sobald die Flüchtenden bei der Stadt "notregistriert" sind, erhalten sie gemäß Asylbewerberleistungsgesetz einmalig einen pauschalen Geldbetrag zur Anschaffung von Hausrat.

Wer sorgt für die Ausstattung der städtischen Unterkünfte - und warum ist das eine Herausforderung?

Die Stadt Lüdenscheid richtet die Unterkünfte mit Erstausstattung ein. Dazu greift die Verwaltung zum Teil auf Lagerbestände zurück, die während der Flüchtlingskrise 2015 angeschafft wurden. Dabei handelt es sich unter anderem um gut erhaltene Möbel. Allerdings müssen einige Einrichtungsgegenstände komplett neu angeschafft werden. Vor diesem Problem stehen momentan alle Kommunen, die Menschen aufnehmen. Das bedeutet eine erhöhte Nachfrage und damit teilweise Wartezeiten bzw. Verzögerungen. Dazu tragen mitunter auch die Störungen der globalen Lieferketten infolge der Corona-Pandemie bei.

Hinzu kommt, dass es für Anschaffung, Transport und Aufbau der Erstausstattung ausreichend Personal und Zeit braucht - auch außerhalb der Dienstzeiten und an den Wochenenden. Hier arbeiten diverse Fachdienste der Stadt Hand in Hand, damit möglichst jederzeit genügend Mitarbeitende zur Verfügung stehen.

Außerdem lässt sich nie genau vorhersagen, wie viele Menschen in städtischen Unterkünften untergebracht werden müssen. Die Stadtverwaltung steht zwar mit Hilfsorganisationen und Privatpersonen, die Flüchtende nach Lüdenscheid bringen, in einem regelmäßigen Austausch. Allerdings kann sich der Bedarf immer wieder kurzfristig ändern, etwa wenn Menschen anders als geplant doch nicht privat bei Familie, Verwandten und Freunden unterkommen können.

Sollte in einer Unterkunft etwas fehlen, besorgt die Stadt schnellstmöglich alles Notwendige.