A45-Sperrung: Hintergründe und aktueller Stand

Arbeiten an der Talbrücke Rahmede
Die Talbrücke Rahmede ist seit Anfang Dezember für die Verkehr gesperrt. Foto: Autobahn Westfalen, Susanne Schlenga

Auf dieser Seite sind einige Hintergrundinformationen zur maroden Talbrücke Rahmede sowie der aktuelle Planungsstand für Sie zusammengefasst.

Schäden an der Talbrücke Rahmede

Bei einer Brückenkontrolle per Laserscan wurden Anfang Dezember 2021 Verformungen im Überbau der Brücke entdeckt. Daraufhin wurde die Talbrücke sofort für den Verkehr gesperrt. Weitere Untersuchungen haben das Ausmaß der Schäden aufgedeckt: Das Tragwerk der Brücke weist an mehreren Stellen Verformungen, Risse und Korrosionsschäden auf. Am 7. Januar 2022 hat die Autobahn GmbH bekanntgegeben, dass die Brücke nicht mehr befahren werden kann.

Zahlen und Fakten zur Brücke

Die Autobahn GmbH gibt auf ihrer Website folgende Hintergundinformationen zur Talbrücke an: Die 453 Meter lange Talbrücke Rahmede wurde zwischen 1965 und 1968 erbaut. Damals ist man bei der Planung der Brücke noch von einer deutlich geringeren Verkehrslast ausgegangen - die Prognosen ließen etwa 25.000 Fahrzeugen im Jahr 1980 erwarten. Zuletzt fuhren jedoch täglich rund 64.000 Fahrzeuge, davon 13.000 LKW, über die Brücke. Das bedeutete für das Bauwerk eine erhebliche Mehrbelastung.

Hinzu kommt, dass das zulässige Gesamtgewicht von LKW seit dem Bau in den 1960er Jahren gestiegen ist und die Brücke somit noch größeren Lasten ausgesetzt war.

Weitere Hintergrundinformationen zur Talbrücke Rahmede finden Sie in der Präsentation der Autobahn GmbH.

Der aktuelle Stand

Die leere Talbrücke Rahmede
Gute Nachricht: Eine Sprenungen der Talbrücke ist technisch möglich. Foto: Autobahn Westfalen

Die Planungen für den Neubau der Brücke laufen. Bundesverkehrsminister Volker Wissing hat am 7. Februar bekanntgegeben, dass eine Sprengung der Talbrücke Rahmede technisch möglich ist. Eine gute Nachricht, denn eine Sprengung bedeutet eine erhebliche Zeitersparnis. Die Vorbereitungen werden jedoch voraussichtlich einige Monate in Anspruch nehmen.

Daran arbeitet die Autobahn GmbH aktuell unter anderem:

  • Vorbereitung der Sprengung und des Neubaus (z.B. Bodengutachten, Vermessungsarbeiten)
  • Gespräche mit Anwohnern/Eigentümern
  • Abstimmung mit den Umweltbehörden
  • Erstellung eines Entwässerungskonzeptes

Die Arbeitsschritte zur Sprengung und zum Neubau der Talbrücke finden Sie im Sachstandsbericht der Autobahn GmbH.