Talbrücke Rahmede

Die Talbrücke Rahmede

Warum ist die Brücke gesperrt?

Das stählerne Tragwerk der Talbrücke weist an mehreren Stellen Verformungen, Risse und erhebliche Korrosionsschäden auf. Die Tragfähigkeit der Brücke ist nicht mehr gewährleistet. Deshalb darf die Brücke aus Sicherheitsgründen generell nicht mehr befahren werden.

Seit wann ist die Brücke gesperrt?

Am 2. Dezember 2021 sperrte die zuständige Autobahn GmbH des Bundes die Talbrücke Rahmede. Nach weiteren Untersuchungen teilte die Behörde am 7. Januar 2022 mit, dass die Brücke wegen gravierender Schäden nie wieder für den Verkehr freigegeben werden kann.

Ist die Brücke einsturzgefährdet?

Nein. Da die Brücke voll gesperrt ist und keine Lasten tragen muss, ist sie laut Autobahn GmbH stabil. Ein Winterdienst sorgt dafür, dass die Brücke frei von Schnee und Eis gehalten wird, damit keine zusätzlichen Lasten entstehen. Außerdem wurden inzwischen Leitplanken, Beschilderung, etc. abgebaut, um weiteres Gewicht von der Brücke zu nehmen.

Wie kann es sein, dass die Talbrücke so schwer beschädigt ist, dass sie nicht mehr befahren werden kann?

Vereinfacht gesagt: Weil die Belastung in den vergangenen Jahrzehnten in doppelter Hinsicht kontinuierlich zu- und schließlich sogar überhandgenommen hat.

Die Menge der Fahrzeuge: Die Brücke wurde von 1965 bis 1968 gebaut und war auf ganz andere Belastungen ausgelegt. Damals prognostizierten Verkehrsexperten, dass im Jahre 1980 rund 25.000 Fahrzeuge die Brücke täglich überqueren würden. Tatsächlich waren es zuletzt aber knapp 52.000 Pkw - und allein 13.000 Lkw pro Tag.

Das Gewicht der Lkw: Das zulässige Gesamtgewicht für Lastkraftwagen betrug Anfang der 1960er Jahre 32 Tonnen Gesamtgewicht bzw. 10 t Achslast. Inzwischen sind bundesweit 40 Tonnen Gesamtgewicht bzw. 11,5 Tonnen Achslast erlaubt. Hinzu kommen zahllose Schwerlasttransporte, die noch mehr Gewicht auf die Straße bringen und oftmals ohne die erforderliche Sondergenehmigung die Brücke überquerten.

Wie geht es mit der Brücke weiter?

Das marode Bauwerk soll noch im Jahr 2022 geprengt werden. Das kündigte Bundesverkehrsminister Volker Wissing am 8. Februar an.